Ist Sauna gesund? Warum, wie oft, wie lang?

Sauna und Gesundheit: Vorbeugung, Schmerzlinderung und Therapie

Ist Sauna gesund? Wie oft sollte man in die Sauna gehen und wie lange saunieren? Diese Fragen stellen sich nicht nur Saunaanfänger vor dem ersten Saunabesuch. Auch eingefleischte Saunagänger suchen nach Antworten zur gesundheitsfördernden Wirkung des Schwitzbads – zur Vorbeugung, Begleittherapie oder Schmerzlinderung bei akuten Erkrankungen oder chronischen Krankheiten.

„Sauna ist die Apotheke des armen Mannes.“ Das sagt schon ein altes finnisches Sprichwort. Und hierzulande beschreibt der Deutsche Sauna-Bund das Saunieren als „gesundheitsförderndes und entspannendes Heißluftbad“. Was ist dran? Ist Sauna wirklich so gesund? Bei welchen Krankheiten kann Sauna helfen? Wann sollte man sie lieber meiden? Und wie oft und lang sind Saunagänge zu empfehlen?

Sauna – gut für Gesundheit, Aussehen und Wohlbefinden

Gleich vorweg: In der Regel ist Sauna gesund – und zwar für Körper und Psyche. Bei bestimmten chronischen Krankheiten und akuten Erkrankungen sind Schwitzbäder allerdings tabu.

Die wohlige Wärme oder gar Hitze in der Sauna fördert unser Wohlbefinden und sorgt für Entspannung und Erholung. Und auch der Wechsel zwischen extrem hohen Temperaturen während des Saunagangs und anschließender Abkühlung im Kaltbad tut unserem Körper nachweislich gut. Nicht nur Kreislauf und Abwehrkräfte profitieren. Saunieren sorgt außerdem für eine schonende Körperreinigung und verlangsamt die Hautalterung.

Kurz gesagt: Der regelmäßige Besuch einer Sauna ist gesundheitsfördernd und außerdem positiv für Aussehen und Wohlbefinden. Personen mit chronischen oder akuten Erkrankungen sollten jedoch nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt in die Sauna gehen.

Warum ist Sauna gesund?

Der Besuch einer Sauna hat zahlreiche positive Effekte auf den menschlichen Organismus:

  • Der Blutdruck steigt, die Durchblutung wird gefördert und die Blutgefäße elastisch gehalten.
  • Kreislauf, Stoffwechsel und Atmung werden angeregt.
  • Abwehrkräfte (Immunsystem) werden gestärkt.
  • (Chronische) Schmerzen können gelindert werden.

Temperaturen von bis zu 100 °C während der Saunagänge bedeuten für den Körper Stress – positiven Stress, der uns schwitzen lässt und Kreislauf und Immunsystem auf Trab bringt. Insbesondere der Wechsel von heißem Saunagang und Kaltbad hat positive Wirkung auf Herz und Blutgefäße. Sowohl zur Prävention als auch zur Schmerzlinderung und Begleittherapie ist Sauna gesund:

• Vorbeugung: Sauna stärkt das Immunsystem

Beim Saunieren steigt die Körpertemperatur um bis zu 2 °C auf 38,5 bis 39 °C an. Die Hauttemperatur nimmt sogar um ca. 10 °C zu. Wir schwitzen. Das Immunsystem wird angeregt und reagiert wie bei Fieber, indem es Abwehrstoffe (Antikörper) produziert. Wer regelmäßig in die Sauna geht, kann somit seine Abwehrkräfte gegen Erkältungen (grippale Infekte) stärken.

Achtung! Bei einem akuten Infekt ist die Sauna aber tabu – auch zum Schutz der anderen Saunagäste (Ansteckungsgefahr!).

• Gut für die Atemwege: Sauna bei Asthma und COPD

Durch die Wärme entspannt sich beim Saunagang die Atemmuskulatur und die Blutgefäße in den Schleimhäuten der Atemweg weiten sich. Das Atmen fällt leichter. Für Personen, die an Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale oder COPC (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) leiden, sind Schwitzbäder daher sehr empfehlenswert. Bei akuten Asthmaschüben sollte die Sauna allerdings gemieden werden. Übrigens: Ein Aufguss kann – je nach Atemwegsproblem – den positiven Saunaeffekt unterstützen.

• Saunieren gegen Bluthochdruck

Regelmäßige Schwitzbäder trainieren unsere Blutgefäße und können so dafür sorgen, dass zu hoher Blutdruck besser ausgeglichen wird: Durch die Hitze schlägt das Herz schneller, die Gefäße weiten sich und ziehen sich bei der Abkühlung wieder zusammen. Laut Studien kann regelmäßiges Saunieren den Blutdruck dauerhaft um durchschnittlich 10 bis 15 mmHg senken.

• Sauna sorgt für Schmerzlinderung

Auch bei Erkrankungen wie chronischen Rückenschmerzen, Arthrose, Rheuma oder Beeinträchtigungen des vegetativen Nervensystems können die positiven Effekte eines Schwitzbades als begleitende Therapie genutzt werden. Der regelmäßige Saunabesuch kann hier u.a. durch seine antientzündliche Wirkung für Schmerzlinderung sorgen.

Achtung! Besuchen Sie die Sauna nicht während eines akuten rheumatischen Schubs!

• Gut für die Haut: Sauna gegen Pickel und Hautkrankheiten

Saunabesuche wirken entzündungshemmend und verbessern das allgemeine Hautbild. Die Wärme regt die Durchblutung an, wodurch die Hautzellen optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. So können sie schneller regenerieren und akute Hautunreinheiten abklingen. Zudem können Aufgüsse mit ätherischen Ölen den entzündungshemmenden Effekt unterstützen. Nicht nur bei ein paar Pickelchen, sondern auch bei Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte oder Nesselfieber sind regelmäßige Heißluftbäder zu empfehlen.

• Sauna bei Herzproblemen

Auch für Herzpatienten hat Sauna Pluspunkte – nicht zuletzt auch durch den psychologischen Aspekt, wieder etwas zu unternehmen und seinem Körper etwas zuzutrauen. Erste Studien deuten darauf hin, dass Patienten mit chronischer Herzschwäche durch regelmäßige Saunabesuche wieder belastbarer werden können. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist vor dem ersten Saunaaufenthalt dringend zu empfehlen. Nach einem Herzinfarkt können Schwitzbäder zur Vermeidung eines erneuten Infarktes beitragen. Auch hier ist die Empfehlung des Arztes vorab einzuholen!

Vorsicht! Saunabesucher mit Herzproblemen wie Herzschwäche oder Bluthochdruck müssen dringend auf eine plötzliche Abkühlung im Kaltbecken oder mit der Dusche verzichten. Eine abrupte Abkühlung lässt die von der Wärme erweiterten Blutgefäße ruckartig zusammenziehen, der Blutdruck steigt extrem und belastet das Herz. Sind Sie Herzpatient, kühlen Sie sich nach dem Saunagang langsam ab – beispielsweise durch Gehen oder lauwarme Duschen.

• Sauna gegen Muskelkater und Verspannungen

Wärme löst Muskelverspannungen: In der Sauna können sich verkrampfte und verkürzte Muskeln entspannen und wieder ausdehnen. Vorbeugend kann ein Schwitzbad nach dem Sport somit helfen, Muskelkater zu vermeiden. Und auch Menschen mit chronischen Gelenkschmerzen oder Gliederschmerzen finden in der warmen Luft Entspannung und Linderung.

• Sauna zur Entschlackung?

Schwitzen und dabei entschlacken, also Giftstoffe ausscheiden? Geht das? Experten sagen „Nein“: Schwitzen entgifte nicht. Untersuchungen zeigen, dass Schweiß zu 99 Prozent aus Wasser besteht. Das restliche Prozent setzt sich aus Salzen, Aminosäuren, Harnstoff und Fettsäuren zusammen. Gifte wurden in den wissenschaftlichen Analysen nicht im Schweiß gefunden.

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Wer sollte nicht saunieren?

Für Personen mit bestimmten chronischen Krankheiten wie Nierenprobleme oder nicht einstellbare Herzrhythmusstörungen ist Sauna tabu. Dies gilt auch bei akuten Rheumaschüben, akuten Asthmaproblemen, Infektionen, offenen Wunden, entzündlichen Hautkrankheiten sowie Entzündungen der inneren Organe oder Blutgefäße. Meiden sollten Sie die Sauna ebenfalls, wenn Sie erkältet sind, Fieber oder erhöhte Temperatur (ab 37,5 °C) haben oder an Schwindelanfällen leiden.

Hinweis unseres Sauna-Teams

Wenn Sie an akuten Infektionskrankheiten, Entzündungen, Schwindelanfällen, Thrombosen oder Krampfadern leiden, ist der Besuch einer Sauna nicht bzw. nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt zu empfehlen. Auch Atemwegspatienten, Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und älteren Menschen raten wir, vor dem ersten Saunabesuch ihren Hausarzt zu befragen.

Wie oft sollte man in die Sauna gehen?

Zur Stärkung des Immunsystems und Vorbeugung vor Erkältungen sind regelmäßige Saunabesuche entscheidend. Wer ein- bis zweimal pro Woche in die Sauna geht, trägt damit deutlich zur Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte bei und trainiert das Herz-Kreislauf-System. Ob und welche Wirkung mehr als ein oder zwei wöchentliche Schwitzbäder haben, sind Thema verschiedener wissenschaftlicher Langzeitstudien.

Wie viele Saunagänge sind gesund?

Als Empfehlung gelten maximal 3 Saunagänge pro Tag als ideal. So trainieren Sie Ihre Gefäße optimal.

Wie lange sollte man in der Sauna bleiben?

Ein Saunagang sollte zwischen 8 und 12 Minuten betragen, auf keinen Fall jedoch mehr als 15 Minuten überschreiten. Achten Sie dabei auf Ihren Körper! Dieser entscheidet mehr über die Dauer Ihres Saunagangs als die Saunauhr. Verlassen Sie die Sauna umgehend, wenn Sie sich unwohl fühlen oder merken, dass es Ihrem Körper zu viel wird.

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Sauna steigert die Lebenserwartung – Studie

Saunagänger leben länger? Das scheint eine im „Journal of the American Medical Association (Jama) Internal Medicine” veröffentlichte Studie der Universität Ostfinnland herausgefunden zu haben. Die gesundheitsfördernde Wirkung (häufiger) Saunabesuche ist Thema diverser wissenschaftlicher Arbeiten:

• Sauna senkt Risiko von Herzkrankheiten und anderen Krankheiten

Der o.g. Studie zufolge senken häufige Saunabesuche u.a. das Risiko von Herzinfarkten und anderen Herzkrankheiten sowie diversen anderen Krankheiten. Die Gefahr, an plötzlichem Herztod, einer Erkrankung der Herzkranzgefäße oder einer anderen Krankheit zu sterben, sinkt den Wissenschaftlern zufolge mit der Häufigkeit der wöchentlichen Saunabesuche. Die Gefahr, an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu sterben, verringerte sich bei den (ausschließlich männlichen) Studienteilnehmern, die zwei- bis dreimal pro Woche in die Sauna gehen um 27 Prozent gegenüber denjenigen, die nur einmal wöchentlich die Sauna besuchen. Das Mortalitätsrisiko für andere Krankheit reduzierte sich bei den Probanden um 24 Prozent.

• Sauna senkt Schlaganfallrisiko

Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Medizin Uni Innsbruck wiesen die Forscher der Universität Ostfinnland auch einen Zusammenhang zwischen Saunabesuchen und Schlaganfall nach: Demnach können regelmäßige Saunabesuche das Schlaganfallrisiko verringern. Dazu verglichen die Wissenschaftler 15 Jahre lang die Daten von Saunagängern, die mehrmals wöchentlich saunieren, mit den Daten von solchen, die nur einmal pro Woche die Sauna besuchen. Ergebnis: Bei Probanden, die vier- bis siebenmal in der Woche die Sauna aufsuchen, war das Schlaganfallrisiko 61 Prozent geringer als bei denen, die nur einmal wöchentlich saunieren.

• Sauna senkt Alzheimer- und Demenzrisiko

Auch der Einfluss von Saunabesuchen auf mögliche Alzheimer- oder Demenzerkrankung, wurde in der finnischen Studie untersucht. Hier sinkt die Gefahr ebenfalls mit der Häufigkeit der Saunabesuche. Der gesundheitsfördernde Effekt des Saunierens auf Herz und Gefäße wirke sich auch aufs Gehirn positiv aus, so die Forscher. Außerdem vermuten sie, dass u.a. das Wohlgefühl und die Entspannung beim Saunieren wichtige Faktoren sind, um einer Alzheimer- oder Demenzerkrankung vorzubeugen.

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